Gesundheit

Verbot Versandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten?

Verbot Versandel mit rezeptpflichtigen Medikamenten?

Arzneien per Online pixabay Medikamenten-Online-Handels

Arzneiversandhandel:
DGB fordert Gleichbehandlung aus- und inländischer Apotheken
 

Momentan ist es ausländischen Versandapotheken erlaubt, ihren Kunden Preisnachlässe auch auf rezeptpflichtige Medikamente zu gewähren. Zuzahlungen können somit ganz oder teilweise erlassen werden. Hingegen können die in Deutschland niedergelassene Apotheken dies nicht, da für sie eine Preisbindung gilt und sie eine Zuzahlung pro Packung von fünf oder zehn Euro bei Kassenpatienten einfordern müssen.

 

Doch dies sieht der Bundesgesundheitsminister Gröhe anders und will noch schnell vor Ende der Legislaturperiode ein Verbot zum Medikamenten-Onlinehandel erlassen. Seine Argumentation ist, Gesamtdeutschland solle flächendeckend von vor-Ort-Apotheken mit den notwendigen Arzneimitteln versorgt werden, um diese Branche vor Preisverfall durch Onlinerabatte zu schützen.  

Ganz anders sieht es der DGB und die Krankenkassen. Stattdessen schlagen sie vor, darüber nachzudenken, wie beispielsweise Beratungsleistungen in Apotheken besser bezahlt werden könnten.

Die Versorgungsfreiheit der Patienten gilt es hier gegenüber den Rentabilitäts- Interessen von Präsenzapotheken abzuwägen

Aus der Stellungnahme des DGB

Wahlgeschenk für Apotheken - zu Lasten der Versicherten

Da der Marktanteil des Medikamenten-Online-Handels momentan bei einem Prozentpunkt liegt, dürfte wohl kaum die Existenz der vorhandenen Inland-Apothken gefährdet sein. 

Aber durch eine Neuregelung des Medikamentenmarktes würden alle profitieren. Die Apotheken könnten bei der Preisgestaltung flexibler sein und die Kunden gutes Geld sparen. Und schwer zugängliche Regionen sowie Orte mit einer geringen Apothekendichte würden eine flächendecke Versorgung garantieren. 

Die DGB-Stellungnahme zu diesem geplanten Gesetz ist hier eingestellt.